🇧🇷 S30 - R7: 17.06.26 - Interlagos 🇧🇷


🇺🇸 S30 - Rennen 7 - 17.06.26 🇺🇸

– Interlagos – 


Streckenvorstellung S30 R2 1400

Die Nacht hält sich noch hartnäckig über São Paulo. Nur am Horizont kündigt ein schmaler Streifen Licht den kommenden Tag an. Die Flutlichter werfen lange Schatten über den Asphalt, während sich die Motoren langsam zum Leben erwecken. Im Morgengrauen wirkt Interlagos nahezu friedlich – doch dieser Eindruck hält selten lange an. Denn kaum eine Strecke verbindet Tradition, Fahrspaß und Rennaction so konsequent wie der Autódromo José Carlos Pace. Hier wird nicht nur gefahren, hier wird gekämpft.

Interlagos gehört zu den absoluten Klassikern des Motorsports. Die vergleichsweise kurze Strecke bietet alles, was spannende Rennen ausmacht: lange Geraden, anspruchsvolle Bremspunkte, schnelle Kurven, Höhenunterschiede und zahlreiche Überholmöglichkeiten. Gleichzeitig lebt sie von ihrem Rhythmus und bestraft Fehler oft härter, wie es zunächst scheint. Wer hier erfolgreich sein wird, muss vorausschauend fahren – denn häufig ist ein perfekter Kurvenausgang mehr wert als ein riskantes Bremsmanöver.

🔑 Hauptmerkmale der Strecke:

  • Variante: Interlagos - Gesamt
  • Tageszeit: Morgengrauen
  • Rundenanzahl: 38
  • Streckenlänge: 4.309 m
  • Längste Gerade: 650 m
  • Höhenunterschied: 43 m
  • Anzahl Kurven: 15

📋 Streckenbeschreibung:

Kyoto Yamagiwa GT-Motor

Direkt nach Start und Ziel geht es in die berühmte Senna-S. Die erste Linkskurve erforderte ein hartes Anbremsen und eine saubere Fahrzeugpositionierung. Wer hier zu spät auf die Bremse steigt, gefährdet nicht nur seine eigene Linie, sondern oft auch die seiner Konkurrenten. Direkt darauf folgt die Rechtskurve des „S“, bei der ein guter Ausgang entscheidend ist, um möglichst viel Schwung in den folgenden Streckenabschnitt mitzunehmen.

Anschließend führt die Strecke bergab durch „Curva do Sol“. Kurve 3 ist eine langgezogene Linkskurve, die relativ unkompliziert ist, aber maßgeblich über die Geschwindigkeit auf den folgenden Gegengeraden entscheidet. Wer hier früh ans Gas gehen kann, trainiert auf dem langen Vollgasstück besonders vom Windschatten.

Am Ende der Geraden wartet mit Rurn 4 eine der besten Überholstellen der Runde. Hartes Anbremsen, unterschiedliche Linien und häufige Windschattenduelle sorgen hier regelmäßig für Positionswechsel.

Der mittlere Streckenabschnitt gehört zu den technisch anspruchsvollsten Teilen von Interlagos. Die Kombination aus den Kurven 5 - 9 erfordert einen sauberen Rhythmus und eine präzise Fahrzeugkontrolle. Die Strecke fällt und steigt ständig leicht an, wodurch viele Bremspunkte schwierig werden, als sie auf den ersten Blick erscheinen.

Besonders Turn 10 die enge „Bico de Pato“ oder auch „Entenschnabel-Kurve“, erfordert Geduld am Gaspedal. Wer hier zu früh beschleunigt, verliert schnell die Kontrolle oder verschenkt den Schwung für die folgenden Kurven.
Danach öffnet sich die Strecke wieder etwas. 

Der dritte Sektor beginnt zwischen Turn 11 „Mergulho“ und Turn 12 „Junção“. Vor allem der Ausgang von Turn 12 ist enorm wichtig, denn hier beginnt der lange Vollgasabschnitt zurück zum Start-Ziel-Geraden.

Die langgezogene Bergaufpassage führt durch die letzten drei Vollganskurven. Das Auto arbeitet sich den Hügel hinauf, während die Geschwindigkeit stetig steigt. Gleichzeitig entsteht hier oft ein intensives Windschattenspiel, das bis zur Senna-S anhält und regelmäßig für Überholmanöver sorgt.