🇧🇪 28.08. S27 - Rennen 4 Spa-Francorchamps 🌧️ 🇧🇪


… die Ardennen Achterbahn 🙂

Ey ihr alten Hasen … erinnert ihr euch noch? Es ist jetzt fast 2 Jahre her … September 2023! … SRS - 24h Rennen live vor Ort im Saarland 😀😀😀
Und für alle, die nicht wissen was ich meine: Stöbert einfach mal im Blog auf unserem Discord: SRS 24h SPA im Saarland 

… aber genug in Erinnerungen geschwellt, fangen wir mit der wöchentlichen Streckenbeschreibung an ;) 

Spa-Francorchamps zählt zu den absoluten Legenden unter den Rennstrecken. Über sieben Kilometer lang, gespickt mit schnellen Geraden, flüssigen Passagen und kniffligen Schlüsselstellen, ist der Kurs in den Ardennen ein echter Prüfstein für jeden Fahrer. Typisch für Spa sind die ständigen Höhenunterschiede, die geschmeidigen Übergänge und die weltberühmten Kurven, die längst Motorsportgeschichte geschrieben haben.

Eine Runde hier ist immer ein Tanz auf der Rasierklinge – und genau dieser Mix aus Tempo, Technik und Mut macht den Mythos Spa aus.

Zuletzt sind wir die Strecke in der AWL während unserer GT7-Testsaison gefahren – mittlerweile liegt das schon wieder 2 Jahre und 9 Monate zurück. Zeit also für ein Comeback! Und vergesst nicht: In Spa solltet ihr die Regenreifen immer griffbereit haben!

Key-Features der Strecke:

  • Rundenanzahl: 25 ≙ 175,1 km Gesamt
  • Streckenlänge: 7004 Meter
  • Längste Gerade: 752 Meter
  • Höhenunterschied: 104 Meter
  • Anzahl Kurven: 19 Kurven

Streckenbeschreibung:

Nach der Start-Ziel-Gerade wartet mit der La Source-Haarnadel gleich eine Schlüsselstelle. Sie wirkt unscheinbar, entscheidet aber sofort über die gesamte Rundenzeit. Wer den Ausgang hier verpasst, trägt den Geschwindigkeitsverlust bis weit auf den nächsten Abschnitt mit sich. Denn direkt danach folgt das Herzstück von Spa: Eau Rouge und die anschließende Kuppe Raidillon (Kurven 2–4). Mit Vollgas stürzt man bergab, taucht tief in die Kompression ein und jagt den Berg hinauf. An diesem Punkt zeigt sich, ob Mut, Präzision und das richtige Setup stimmen – nur dann nimmt man die maximale Geschwindigkeit mit auf die lange Kemmel-Gerade.

Am Ende der Geraden wartet die technisch anspruchsvolle Les Combes-Schikane (Kurven 5–7). Nach einer der härtesten Bremszonen der Strecke gilt es, das Auto sauber durch die Rechts-Links-Rechts-Kombination zu führen. Der Ausgang ist entscheidend, denn zu viel Schwungverlust kostet sofort Zeit in Bruxelles (Kurve 8). Diese langgezogene Rechtskurve bergab verlangt viel Gefühl am Gasfuß und am Lenkrad, weil das Auto durch die Schwerkraft nach außen drängt. Direkt im Anschluss folgt Speaker’s Corner (Kurve 9) – ein unscheinbarer Linksknick, der aber fehleranfällig ist. Wer sich hier verschätzt, landet schnell neben der Ideallinie.

Der Mittelteil beginnt mit der Doppel-Links Pouhon (Kurven 10/11). Sie ist eine der schnellsten und spektakulärsten Kurven von Spa: mit hohem Tempo, bergab und gnadenlos, wenn der Einlenkpunkt nicht passt. Ein zu aggressiver Versuch endet fast immer mit einem weiten Ausflug ins Kiesbett.

Es schließen sich die Kurven Campus und Stavelot (13–16) an, die man so flüssig wie möglich durchfahren sollte. Hier baut man den Speed auf, der für die folgende Gegengerade so wichtig ist. Wer den Rhythmus trifft, gewinnt kontinuierlich Zeit – wer zögert, verliert sie sofort.

Im letzten Abschnitt wartet die ultraschnelle Passage Blanchimont (Kurven 16/17). Sie gilt als Prüfstein für Balance und Fahrtechnik, denn sie wird nahezu voll durchfahren. Ein zu großer Lenkwinkel oder zu frühes Lupfen können hier den entscheidenden Schwung kosten.

Und schließlich die große Bewährungsprobe am Ende: die Bus Stop-Schikane (Kurven 18/19). Hier kann man eine ganze Runde oder gar ein ganzes Rennen verlieren. Spät und hart anbremsen, sauber einlenken und das Auto stabil durch die enge Rechts-Links-Kombination bringen – nur wer hier präzise arbeitet, nimmt den optimalen Schwung mit auf die Start-Ziel-Gerade.